Zwiebeln: Zum Weinen gut

Wer den Winter gesund überstehen will, sollte genug Zwiebeln im Haus haben. Die scharfen Gewächse stärken das Immunsystem und senken die Blutfette.

rote Zwiebeln, Illu

Süßer und milder als die gemeine Speisezwiebel: die rote Zwiebel

Food-Guide: Zwiebeln

"Tränenreizfaktor-Synthase" heißt der Übeltäter, der uns immer wieder zum Heulen bringt. Leider kann man ihn nicht zur Strecke bringen, denn das Enzym mit dem treffenden Namen ist einfach Teil der Reaktion, die beim Zwiebelschneiden abläuft und so erst die wunderbare, aromatische Schärfe erschafft. Und nicht nur das: Die schwefelhaltigen Endprodukte der "Enzymparty" sind nicht nur lecker, sie wirken auch antimikrobiell (gegen Bakterien), senken Blutfette und Blutdruck. Zusammen mit sekundären Pflanzenstoffen wie Quercetin und speziellen Ballaststoffen sorgen Zwiebeln zudem für ein starkes Immun- und Verdauungssystem. Historiker vermuten tatsächlich, dass weder die Römer mit ihrem Imperium noch die Ägypter mit ihren Pyramiden so weit gekommen wären, hätte es die Zwiebel nicht gegeben. Sie gehörte nämlich zu den Grundnahrungsmitteln der Soldaten und Arbeiter.

Genießen: Hier kommt es auf Größe und Farbe an: Die großen Gemüsezwiebeln (auf diese Bezeichnung achten) sind süßer und milder, ebenso wie rote Zwiebeln und die feineren Schalotten. Die normale Speisezwiebel ist so, wie wir sie lieben und fürchten: scharf und aromatisch. Je länger man sie bei niedriger Temperatur schmort, desto süßer und milder wird sie aber. Und dann mögen sie auch viele Kinder. Als Gewürz passt sie fast immer, in der Hauptrolle harmoniert die scharfe Zwiebel gut mit Speck, Käse, Kümmel - und Äpfeln.

Einkaufen: Trocken, fest und ohne sichtbare Triebe sollte sie sein. Dann hält sie es an einem dunklen und trockenen Ort gleich bis zu drei Monate lang aus.

Rezept: Flammkuchen 
mit Honig-Speck

Für 2-3 Personen

  • 140 g Mehl
  • 80 g Vollkornmehl
  • Salz
  • 
4 EL Rapsöl
  • 1 Eigelb
  • 1 große Zwiebel
  • 100 g Crème fraîche
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Honig
  • 100 g Bacon

1. Beide Mehlsorten und eine kräftige Prise Salz mischen. 3 EL Öl, Eigelb und 120 ml Wasser dazugeben. Kneten, bis der Teig schön elastisch ist, evtl. noch etwas Wasser hinzufügen. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten ruhen lassen.

2. Ofen auf 225 Grad (Ober- u. Unterhitze) vorheizen. Zwiebel schälen, in sehr dünne Ringe schneiden, im restlichen Öl auf niedriger Stufe 15 Minuten dünsten. Crème fraîche mit Salz und Pfeffer würzen. Honig mit 1 EL Wasser verrühren, Baconscheiben mit der Honigmischung bepinseln, dann in 3 cm breite Stücke schneiden.

3. Teig in zwei gleich große Stücke teilen, jeweils auf einem Backpapier ganz dünn ausrollen. Mit dem Backpapier auf Bleche legen. Mit Crème fraîche bestreichen, Zwiebeln darauf verteilen, Baconstücke dazulegen. Nacheinander auf der untersten Schiene 8-10 Minuten backen


© Illustration: Alina Sawallisch | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Oktober 2015


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