Ab 4. Februar im Kino: "Suffragette"

London, 1912: Eigentlich hat Maude Angst vor den "Suffragetten", die auf die Straße gehen, um für Frauenwahlrecht und Gleichstellung zu kämpfen. Doch dann lernt sie eine der Frauen kennen - und alles ändert sich.

Von Ulrike Schröder

Kinotipp: "Suffragette"

London, 1912. Maud (Carey Mulligan) schuftet als Wäscherin. Die berüchtigten "Suffragetten", die für Gleichstellung und Wahlrecht auf die Straße gehen, machen ihr Angst. Erst recht, nachdem sie unfreiwillig zwischen die Fronten gerät, als die Polizei brutal einen Protestmarsch niederschlägt. Maud hat ihr Schicksal nie hinterfragt oder Ansprüche gestellt. Bis sie unter den Suffragetten eine Kollegin aus der Wäscherei entdeckt - eine wie sie also. So lernt Maud die Apothekerin Edith (Helena Bonham Carter) kennen und schließlich die Ikone der Frauenbewegung: Emmeline Pankhurst (Kurzauftritt Meryl Streep). Da sie mit Argumenten nicht weiterkommen, greifen die Frauen bald zu radikaleren Mitteln; Scotland Yard brennt darauf, die Anführerinnen einzubuchten. Und Maud muss sich zwischen Überzeugung und Familie entscheiden: Ihr Mann droht, sie vor die Tür zu setzen. Ihren kleinen Sohn dürfte Maud dann nie mehr sehen...

"Suffragette" ist packender Politthriller und aufwühlendes Tatsachen-Drama zugleich. Die fiktive Heldin Maud steht für Tausende von Frauen, die sich sämtliche Rechte, die für uns selbstverständlich sind, bitter erkämpfen mussten. In Deutschland wurde das Wahlrecht für Frauen 1918 eingeführt, in Großbritannien 1928. Meryl Streep sagt über diese Geschehnisse: "Jede Tochter sollte diese Geschichte kennen, jeder Sohn sollte sie im Herzen tragen." Dem ist nichts hinzuzufügen.

"Suffragette", mit Carey Mulligan, Helena Bonham Carter, Ben Whishaw, ab 4. Februar im Kino


© Fotos: Concorde Filmverleih


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