Erkältung: Was hilft?

Um uns herum husten, niesen und schnupfen die Leute um die Wette. Dieses Jahr machen wir da nicht mit! So machen wir es den Viren schwer.

Was tun, wenn es im Hals kratzt und die Nase läuft? Wir bei LAVIVA können Ihre Erkältung zwar nicht wegzaubern, aber ein paar Tipps haben wir.

Sei nett zum Immunsystem

Das wirksamste Mittel gegen Erkältungen: Vorbeugen! Und zwar, indem Sie die Abwehrkräfte Ihres Körpers stärken. Ein gutes Immunsystem wird mit den Krankheitserregern fertig, bevor sie sich in Hals und Nase einnisten können – und falls es doch passiert ist, werden Sie die Erkältung schneller wieder los.

Am besten funktionieren die Abwehrkräfte, wenn sie sich nachts ausreichend regenerieren können. Gehen Sie deshalb zur Erkältungszeit zeitig ins Bett und schlafen Sie viel! Das gilt besonders, wenn Sie tagsüber viel Stress haben.

Besonders im Winter ist eine gesunde, vitaminreiche Ernährung wichtig. Greifen Sie bei frischem Obst und Gemüse zu. Übrigens: Vitamin C schadet zwar nicht – aber dass es Erkältungen verhindert, ist bisher nicht erwiesen. Auch pflanzliche Mittel wie Umckaloabo können einer Erkältung nicht vorbeugen. Sie sorgen allenfalls dafür, dass die Symptome leichter ausfallen.


Hände waschen nicht vergessen!

Rhinoviren, die den gewöhnlichen Schnupfen verursachen, werden am häufigsten durch Schmierinfektion übertragen. Das heißt: Hat jemand die Viren an den Fingern und fasst damit eine Türklinke an, kann die nächste Person, die die Klinke berührt, die Viren aufnehmen. Jeder fasst sich unbewusst mal an Nase, Mund oder Augen - so gelangen die Viren in den Körper. Auf der Haut überleben die Viren etwa zwei Stunden, auf glatten Oberflächen sogar noch länger. Auch durch den Händedruck einer erkälteten Person können Sie sich leicht anstecken.

Die wirksamste Strategie gegen die Erreger ist deshalb: regelmäßig Hände waschen! Nach einer US-Studie lässt sich das Risiko, sich zu erkälten, dadurch um 45 Prozent senken.

Sollte deshalb aufs Händeschütteln verzichten, wer erkältet ist? Das wäre zwar rücksichtsvoll, aber wird von vielen Menschen als unhöflich empfunden. Auch hier kann regelmäßiges Händewaschen das Ansteckungsrisiko für andere verringern. Beim Niesen hilft die vorgehaltene Hand übrigens nicht viel. Besser: ins Taschentuch niesen oder, falls Sie auf die Schnelle keins griffbereit haben, in die Armbeuge.


Warme Socken heizen Viren ein

Nicht umsonst steckt in der Erkältung das Wort "kalt". Was schon Mütter und Großmütter predigten, stimmt tatsächlich: Wenn wir auskühlen, machen wir es den Viren leichter. Auf kalte Füße zum Beispiel reagiert unser Körper, indem er die Blutgefäße verengt, um nicht zu viel Wärme zu verlieren. Dadurch wird aber auch die Durchblutung in Nase und Rachen schwächer, die Erreger können sich leichter einnisten.

Warme Pantoffeln und dicke Socken sind deshalb sinnvoll, genauso wie Mützen und Schals. Beim Radfahren empfiehlt es sich, den Schal vor Mund und Nase zu ziehen, um nicht zu viel kalte Luft einzuatmen. Vermeiden Sie es, durch den Mund einzuatmen - auf dem Weg durch die Nase wird kalte Luft schneller angewärmt.


Abhärten?

Ja, abhärten funktioniert tatsächlich - in Maßen. Keine Sorge, Sie müssen dazu nicht gleich in zugefrorene Seen springen. Aber den Körper daran zu gewöhnen, mit Temperaturunterschieden umzugehen, ist eine gute Idee. Wie das geht? Zum Beispiel durch Wechselduschen: Erst heißes Wasser einstellen, bis Sie sich aufgewärmt haben, dann beginnend mit den Füßen kalt abduschen. Nach drei heißen und drei kalten Durchgängen gut abtrocknen. Dadurch trainieren Sie Ihre Blutgefäße, sich schnell zu erweitern und zusammenzuziehen, und frieren nicht so schnell.

Auch regelmäßige Besuche in der Sauna helfen dem körpereigenen Thermostat auf die Sprünge. Studien belegen, dass dadurch die Anfälligkeit für Infekte sinkt. Wer sich in der Wärme entspannt, baut damit gleichzeitig auch noch Stress ab - und der schlägt ja auf die Abwehrkräfte.

Keine gute Strategie ist es, sich absichtlich etwas dünner anzuziehen oder auch bei eisigen Temperaturen bei offenem Fenster zu schlafen. Das ist für den Körper kein Training, sondern einfach eine zusätzliche - und unnötige - Belastung.


Viel trinken

Leichtes Spiel haben die Erreger, wenn sie auf trockene Schleimhäute treffen. Dummerweise trocknet die Heizungsluft im Winter Hals und Nase aus. Denken Sie deshalb daran, viel zu trinken - auch wenn Sie wahrscheinlich weniger Durst haben als in der warmen Jahreszeit.

Wenn es im Hals schon kratzt und die Nase läuft, helfen Wasser und Tee, damit die Schleimhäute feucht bleiben und Viren leicht abtransportiert werden können. Wenn die Erkältung in den Rachen gewandert ist, verzichten Sie auf säurehaltige Getränke wie Fruchtsaft und machen Sie sich lieber einen Kamillentee, um die Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen.

Hals und Nase tut es außerdem gut, wenn Sie die Atemluft feucht halten - zum Beispiel, indem Sie ein feuchtes Tuch auf die Heizung legen. Wenn es Sie schon erwischt hat, können Sie durch Inhalieren Ihre Schleimhäute unterstützen. Dazu ein paar Tropfen ätherisches Öl (zum Beispiel Kamille) in heißes Wasser geben und den Dampf abwechselnd durch Nase und Mund einatmen.


Mit Hausmitteln gegen Viren

Ist die Erkältung einmal da, heißt es warten, bis sie von selbst wieder verschwindet. Auch Medikamente können den hartnäckigen Rhinoviren kaum etwas anhaben. Der einzige Trost: Die Symptome können Sie mit einfachen Hausmitteln tatsächlich lindern. Dazu gehören zum Beispiel Inhalieren und viel Tee trinken: Salbei und Kamille tun dem Hals gut. Gegen Husten hilft es, sich die Brust mit Eukalyptus- oder Fichtennadelöl einzureiben und ein paar Tropfen Öl vor dem Schlafen aufs Kopfkissen zu träufeln.

Wenn Sie mehr als 39 Grad Fieber bekommen, sollten Sie zum Arzt gehen - dann besteht die Gefahr, dass Sie eine echte Grippe bekommen. Die kann für Menschen mit schwachem Immunsystem, zum Beispiel Ältere oder chronisch Kranke, lebensgefährlich sein. Auch entzündete Mandeln sind ein Fall für den Arzt. Eine verschleppte Mandelentzündung kann im schlimmsten Fall auf die Herzklappen übergreifen.


Wohin mit dem Taschentuch?

Am besten ist man im Bett aufgehoben, wenn man erkältet ist. Aber wenn nun doch ein wichtiger Termin anliegt - wie macht man Schniefnase und Hustengebell für andere erträglich? Beim Naseputzen raten die Kniggeexperten zu Diskretion: Auf lautes Trompeten oder gar Nachgucken im Taschentuch also lieber verzichten. Papiertaschentücher sind außerdem nur zum einmaligen Gebrauch gedacht - also bitte kein benutztes Tuch aus der Tasche ziehen und nach einer freien Stelle suchen.

Wenn die Nase im Meeting läuft und sich gar nicht aufhalten lässt, am besten kurz aufs Klo gehen. Da können Sie auch gleich Hände waschen und das Taschentuch entsorgen.

Auch wenn Sie gerade von einer Hustenattacke befallen werden und weder Wasser noch Lutschbonbons helfen: lieber kurz den Raum verlassen, raten Benimmtrainer. So schwer es fällt, aber auf Konzert- und Theaterbesuche sollten Sie lieber verzichten, wenn schon absehbar ist, dass Sie zwischendurch husten müssen.


© absolutimages/Fotolia, Alexander Raths/Fotolia, Konstantin Yuganov/Fotolia, Oksana Kuzmina/Fotolia


IVAs Blog

Netzfundstücke, Hilfreiches, Schönes: Hier schreibt IVA, über alles was sie bewegt!

LESEN
Gewinnspiele

Aktuelle Gewinnspiele aus den Bereichen Beauty, Mode, Reise und Design!

Mitmachen