Frauen in der IT

Denken Sie bei der IT-Branche an unverständliche HTML-Codes, dunkle Räume und kaum Teamarbeit? Andrea Henne von Accenture belehrt uns eines Besseren und verrät, wie man als Frau in der Digitalbranche Karriere machen kann.

Advertorial
Andrea Henne Porträt

Was Frauen in der IT zu suchen haben? Na, Karriere machen!

Digital gewinnt

Andrea Henne ist Technology Consulting Manager und Agile Advisor bei Accenture. Wir haben mit ihr über Karriereplanung und über Digitalisierung als möglichen Karriere-Boost für Frauen gesprochen. Über Einblicke in die IT-Branche und über die Herausforderungen eine "Working Mom" zu sein.

Was machen Sie als Agile Advisor genau?

Im Prinzip begleite ich Unternehmen dabei, ihre Projektmethodik umzustellen. Früher hat man bei der Softwareentwicklung vor allem die Wasserfallmethode angewendet – ein lineares Vorgehensmodell, das in aufeinander folgenden Phasen organisiert ist. Jede Phase hat einen Start- und Endpunkt mit eindeutig definierten Ergebnissen. Die Phasenergebnisse gehen wie bei einem Wasserfall immer als bindende Vorgaben für die nächsttiefere Phase ein. Diese Art der Projektumsetzung verändert sich zunehmend und dies ist nicht nur eine Veränderung im Geschäfts- bzw. Projektprozess, sondern auch eine Veränderung für die Mitarbeiter, die nun lernen müssen ganz anders zu arbeiten. Agile Projektmethodik bei der Softwareentwicklung zeichnet sich durch selbstorganisierende Teams aus sowie eine wiederholende Vorgehensweise. Entwicklungsprozesse sollen dadurch flexibler und schlanker werden. Am Ende geht es darum, dass das Unternehmen beim Abschluss des Projekts, das Produkt bekommt, was es wirklich braucht und nicht was es starr ganz am Anfang geplant hat, bevor man mit der Entwicklung überhaupt begonnen hat. Bei der agilen Methode sieht man viel schneller Ergebnisse, da der Status der Softwareentwicklung häufiger überprüft wird und man hier schneller auf Kundenwünsche und Notwendigkeiten reagieren kann. 

Die Umstellung darauf ist also am Ende ein durchaus tiefgreifender Change Prozess, den das Unternehmen und die Mitarbeiter durchlaufen müssen. Zum einen muss man verstehen, was damit bezweckt wird und welche Vorteile es bringt und dann müssen Mitarbeiter und das Unternehmen lernen, es anzuwenden.

Wie kommt man zu diesem Beruf?

Ich selbst habe Wirtschaftsinformatik studiert und dann vor allem international auf verschiedenen IT-Projekten gearbeitet. Ich habe auf globaler Ebene SAP-Projekte durchgeführt und dabei verschiedenste Aufgabenbereiche im fachlichen Bereich als auch bei der Datenmigration und beim Cutover (Datenübernahme aus einem Altsystem und Eingabe der Daten ins neue System) sowie im Projektmanagement verantwortet. Dabei war ich viel in Asien und in der Schweiz im Einsatz, habe aber auch Roll-outs in Italien und in den USA begleitet.

Was hat sich beruflich bei Ihnen verändert?

Bevor ich Mutter geworden bin, habe ich bei Accenture wie gesagt viele SAP-Projekte umgesetzt und war immer sehr viel unterwegs, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Es war für mich selbstverständlich immer verfügbar zu sein, ich habe gerne die ganz anspruchsvollen Projekte übernommen, die viel Einsatz und Zeit brauchten. Als ich nach drei Jahren Kinderpause zurückgekommen bin, war klar, mein bisheriges Aufgabengebiet wird für mich nicht mehr funktionieren.

Bei drei Kindern rücken Work-Life-Balance und abends zu Hause sein viel stärker in den Mittelpunkt. Da passte es gut, dass bei Accenture und auch unseren Kunden die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter immer mehr an Bedeutung gewinnt und auch neue technologische Möglichkeiten hinzugekommen sind und Tools angewendet werden, die dir das remote Arbeiten erleichtern. Es wird insgesamt alles flexibler und die Kommunikation noch einfacher. 

Ich übernehme heute Aufgaben, die nicht erfordern zu 100 Prozent vor Ort zu sein. Meine Reisetätigkeit habe ich auf maximal drei Tage pro Woche reduziert und die Kunden haben für meine Situation Verständnis. Da wir sehr ergebnisorientiert zusammenarbeiten und wir eine starke Vertrauensbasis haben, klappt das außerordentlich gut.

Was wird in den Jobs der Zukunft wichtig?

Ich denke, der Wunsch nach noch mehr Flexibilität am Arbeitsplatz und bei der Ausgestaltung der Arbeitsmodelle wird weiter steigen – beispielsweise nicht mehr immer im Büro sein müssen. Wir sehen es ja schon jetzt bei den neuen Talents, die auf den Arbeitsmarkt kommen. Sie haben eine andere Anspruchshaltung. Work-Life-Balance hat einen viel größeren Stellenwert als früher, der Job muss zum eigenen Leben passen und nicht umgekehrt. Im Projektmanagement-Bereich wird dies durchaus zu einer Herausforderung. Es ist beispielsweise etwas anderes ad hoc ein Krisenmeeting mit allen Beteiligten einzuberufen und die Leute in einem Meetingraum zusammenzutrommeln, als alle per Telefon oder Skype miteinander zu verbinden. Sind die Leute nicht im Büro, ist der direkte Zugriff in solchen Situationen doch schwieriger. 

Ich denke, es wird auch immer schwieriger, Mitarbeiter an sich zu binden. Man braucht innovative Projekte, damit die Leute motiviert sind und sich hier engagieren. Sie müssen für sich auch den Mehrwert darin sehen. Wir sehen es auch bei unseren Kunden: Werden internationale Projekte angestoßen, ist es weniger das Problem, die Sache direkt anzugehen. Entscheidend ist im Laufe des Projekts die Leute nicht zu verlieren und sicherzustellen, dass man die richtigen Leute mit den richtigen Skills während der gesamten Projektdauer einsetzen kann und sie auch zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich wird es zukünftig immer wichtiger werden, flexible und individuelle Angebote für die Karriereentwicklung und die -perspektiven eines jeden Einzelnen zu machen. Nur so bleibt ein Unternehmen interessant und kann auch die Leute an sich binden.

Was begeistert Sie an Ihrem Job?

Mit Blick auf das Unternehmen sind es ohne Frage die Kollegen und der Team-Spirit, der sofort im Projekt entsteht, wenn es losgeht. Dabei ist es egal aus welchen Bereichen und welchen Ländern wir zusammenkommen. Geht das Projekt los, entwickelt sich schnell ein unglaublicher Zusammenhalt und man kann auf jeden bauen. Wir verbringen viel und gerne Zeit miteinander – auch mal nach Feierabend.

Was schätzen Sie an Ihrem Arbeitgeber?

Bei Accenture schätze ich am meisten, dass ich die Möglichkeit habe, mich entsprechend der Lebenssituation zu entwickeln und zu verändern. Ich konnte hier viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen, Positionen ausfüllen und alles innerhalb eines Unternehmens. Ich weiß nicht, ob das überall so selbstverständlich ist. Da hat sich sicherlich auch innerhalb von Accenture viel getan, um eben dies zu ermöglichen. Auf fachlicher Ebene stehen einem im Prinzip alle Türen offen, wenn man da auch selbst hinterher ist, sich notwendige Skills aneignet und klare Vorstellungen hat, wie man sich im Unternehmen verändern möchte. 

Direkt im meinen Bereich finde ich es super, wie innerhalb des Teams gearbeitet wird und das Wissen und die Erfahrungen insgesamt bei allen ausgetauscht werden, damit alle davon profitieren. Der Anteil an Agilen Projekten erhöht sich immer mehr und der Knowledge Transfer funktioniert super. Das macht uns als Team effizienter und besser. Das Wissen bündelt sich nicht nur bei einem oder zwei Kollegen, sondern alle haben die Lernkurve, so dass jeder im Zweifel übernehmen und unterstützen kann. Unser Chef ist auch sehr hinterher, dass wir jedes Jahr Trainings und Zertifizierungen machen. Das motiviert alle ungemein und gibt viele Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln.

Welche Chancen bringt Digitalisierung für...

Sicherlich sind die technischen Möglichkeiten und Tools, die durch die zunehmende Digitalisierung zur Verfügung stehen, sehr förderlich für die Vereinbarkeit von Familie und Karriere. Eben weil mehr Flexibilität gegeben ist. Das ist aber nur die technische Seite. Das müssen sowohl der Arbeitgeber und auch der Kunden akzeptieren und mitmachen, wenn man nicht ständig vor Ort ist. 

Was die Berufswahl anbetrifft und Arbeiten im IT-Bereich müssen wir viel besser zeigen, welche vielfältigen Einsatzmöglichkeiten es gibt. Das Bild des Nerds, der alleine im Keller am PC sitzt und programmiert, stimmt eben nicht. Die IT-Beratung hat sehr viele Facetten. Es geht hier um die Zusammenhänge, die Produkte verstehen, die richtigen Fragen stellen und auch die richtigen Experten für die Umsetzung dazu holen. Ich muss in meinem Job auch nicht programmieren.

Wie kann das Image der IT besser werden?

Zum einen müssen wir mehr darüber reden, was wir eigentlich in unserem Feld alles machen und welche verschiedenen Möglichkeiten eigentlich bestehen, damit es attraktiver wird – für Mann und Frau. 

Speziell bei uns im Unternehmen denke ich, dass wir vielleicht schon am Beginn der Recruiting-Kette zu viele Frauen verlieren. Ich habe ein Unconscious-Bias Training bei Accenture absolviert und dabei ging es auch um den Unterschied wie Frauen und Männer Stellenanzeigen lesen und darauf reagieren. Ein Mann wird sich schon bewerben, wenn er nur 60 Prozent der gefragten Fähigkeiten aus seiner Sicht erfüllt. Frauen sind da viel vorsichtiger und verzichten im Zweifel auf eine Bewerbung, wenn sie nicht mindestens zu 90 Prozent die Anforderungen erfüllen. Ich kann mir gut vorstellen, dass so manche Stellenausschreibung viel zu technisch und spezifisch ist und wir hier schon Frauen abschrecken, obwohl sie vielleicht ideal für den Job wären. Vor diesem Hintergrund tut sich schon einiges bei uns, aber vielleicht müssen die Stellenausschreibungen noch stärker auf die unterschiedlichen Wahrnehmungen eingehen. 

Ich persönlich kann nur jedem raten sich auf den Traumjob zu bewerben, auch wenn weniger als 90% der Anforderungen erfüllt sind. Seid authentisch und macht den Unterschied!

Das klingt spannend? Jetzt mehr über die Arbeit bei Accenture erfahren!


© Foto: Accenture

Dieses Interview ist ein Advertorial. Das bedeutet, dass die Fragen und Antworten von Accenture geliefert wurden.


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