Liebes-Guide: 10 Beziehungsregeln

Für Beziehungen gibt es handfeste Regeln. Wer sich unsere zehn Tipps für die Zweisamkeit zu Herzen führt, bleibt ein Paar. Glauben Sie nicht? Ausprobieren!

Madlen Ottenschläger

Zehn goldene Tipps damit die Funken wieder sprühen

1. Verändern Sie sich als Erste

Sie sind der einzige Mensch, den Sie ändern können. Deshalb: Tun Sie es! Ihr Mann ist beispielsweise ein Stubenhocker? Dann gehen Sie aus, ohne ihn. Und ohne Bitten und Betteln, dass er mitkommt! Sie werden sehen: Ihre Verhaltensänderung macht Sie selbstbewusster, weil Sie nicht mehr Ihrem Partner nachhecheln. Plötzlich muss Ihr Partner auf Sie reagieren. Was natürlich ganz neue Seiten in ihm wecken wird ...

2. Reden Sie weniger

"Der hört mir ja gar nicht zu!" Unsere Reaktion auf diesen Gedanken? Wir reden und reden, schließlich wollen wir verstanden werden. Schluss damit! Menschen nehmen nur sehr wenige Informationen auf, wenn sie nicht hören wollen, was jemand sagt. Verzichten Sie deshalb auf lange Erklärungen und sagen Sie schwierige Dinge in höchstens drei Sätzen. Es wird bei Ihrem Partner ankommen. Versprochen.


3. Überraschen Sie Ihren Partner mit Lob

Niemand kann eine Beziehung aushalten, wenn er mehr kritisiert als bewundert wird. Deshalb: höchstens eine Kritik am Tag. Noch besser: Loben Sie Ihren Partner. Auch für Dinge, die Sie so gar nicht mögen. Er arbeitet lange? Sagen Sie ihm, dass Sie es schätzen, dass er seinen Job gut macht. So entsteht Raum für Diskussionen - mit einem Sparringspartner, der nicht aus der Du-machst-alles-falsch-Ecke heraus argumentieren muss.

4. Sie wissen nicht, wie Ihr Partner sich fühlt

Dass Sie Ihren Partner am besten kennen, ist ein Irrtum. Niemand kennt Ihren Partner so gut wie er sich selbst. Verkneifen Sie sich deshalb das pseudo-mitfühlende "Ich weiß genau, wie es dir geht". Was auch niemanden interessiert: in welcher Situation Sie "genau dasselbe gefühlt" haben. Hören Sie zu, wenn Sie wissen wollen, wie es Ihrem Mann geht!

5. Legen Sie sich einen britischen Hausgast zu

Beleidigtes Schweigen beim Frühstück? Das würde es nicht geben, wenn Sie einen distinguierten Herrn aus Großbritannien zu Gast hätten, der mit am Tisch säße. Probieren Sie es aus: Legen Sie sich einen imaginären Hausgast zu, für eine Woche. Beobachten Sie, wie sich Ihre Beziehung in dieser Zeit verändert - weil Sie höflicher miteinander umgehen. Und dann lassen Sie Ihren neuen Freund einfach nicht mehr abreisen ...

6. Entschuldigen Sie sich ohne "aber"

Natürlich, zu einem Streit gehören zwei. Ja, auch Ihr Partner hat etwas wirklich Fieses gesagt. Überhaupt: Sein Verhal­ten war doch der Grund für Ihren Ausraster! Das könnte er nun bitte auch mal zugeben, schließlich haben Sie sich gerade eben schon entschuldigt. Stopp! Eine aufrichtige Entschuldigung kennt kein "aber". Punkt.


7. Vergessen Sie das Vorspiel

Streichen Sie das Wort "Vorspiel" aus Ihrem Wortschatz. Erledigt? Dann können Sie jetzt ja machen, worauf Sie Lust haben: küssen, kuscheln, fummeln. Wir sind so sehr auf Sex fixiert, dass wir alles, was nicht im Beischlaf endet, als halbgar abtun. Was für ein Unsinn! Manchmal naschen wir halt lieber die Vorspeise, statt uns den Magen vollzuschlagen ...

8. Warten Sie nicht, bis Sie in Stimmung sind

Wenn Sie mit Liebe, Sex und Zärtlichkeit warten, bis Sie und Ihr Partner in Stimmung sind, und zwar so volle Kanone, wird Ihre Beziehung im Kloster enden. Insbesondere dann, wenn Sie Kinder haben. Oder einen Job. Oder beides. Sex (oder besser: Nähe, siehe Punkt 7) ist ein Beziehungsklebstoff. Also weg mit Dreckwäschebergen und Müdigkeit und einfach machen! Schon deshalb, weil Sex uns sehr schwerfällt, wenn die Pause dazwischen lang war.

9. Nähren Sie Ihre Beziehung, nicht nur Ihr Kind

Verabreden Sie sich mit Ihrem Mann. Nicht zu Hause auf dem Sofa. Gehen Sie aus! Wenn die Kinder noch sehr klein sind, werden Sie Tausend Ausreden finden, warum das (noch) nicht geht. Überhaupt – ist Familienzeit nicht am allerschönsten? Mag sein. Aber Familienzeit allein reicht nicht. Wenn Sie als Paar nicht mehr vorkommen, wird es Sie beide auch nicht mehr als Paar geben. Und sehr wahrscheinlich bald danach auch nicht mehr als Familie.

10. Gehen Sie sorgfältig mit Ihrer Energie um

Es gibt immer einen, der mehr macht: im Haushalt, mit den Kindern. Das ist Ihr Part? Dann ist es kein Wunder, dass Sie gereizt sind – weil Sie mehr als den fairen Anteil der Last tragen. Hören Sie auf mit Betteln. Erstellen Sie eine Liste der Aufgaben, die Sie weiterhin übernehmen wollen. Alles andere lassen Sie, und zwar konsequent. Die neu gewonnene Zeit nutzen Sie für sich. Gehen Sie tanzen oder in die Badewanne. Und sagen Sie dabei diesen Satz: „Gut ist gut genug.“ Ihr Partner wird irgendwann mit anpacken. Und sich darüber freuen, dass es Ihnen so gut geht.

Buchtipp

Noch mehr handfeste Tipps für eine glückliche Beziehung: "Beziehungsregeln" von Harriet Lerner, bei Kailash für 14,99 Euro erschienen


© Thinkstock | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Januar 2013


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