"Mit Horst im Glück"

Früher hat Ingeborg Seltmann Fachbücher verfasst, heute schreibt die promovierte Historikerin lustige Romane. In "Mit Horst im Glück" erzählt sie von den Kreuzfahrtplänen eines Rentnerpärchens, die natürlich ganz anders verlaufen als erhofft. Und das Beste: Sie können ein Buchpaket gewinnen.

Die exklusive LAVIVA-Leseprobe stammt diesmal aus dem lustigen Roman "Mit Horst im Glück" von Ingeborg Seltmann. Die Hauptfiguren Gabi und Horst sind frischgebackene Rentner und würden nun sehr gerne das Leben genießen - endlich ist Zeit für Yoga, Kreuzfahrt & Co. Wenn da nicht die restliche Familie wäre, die alle Träume über den Haufen wirft. Und futsch ist die angedachte Ruhe ...

Leseprobe aus dem LAVIVA-Magazin Mai

"Ich mache einen Yoga-Kurs. Kann sein, dass ich später zurückkomme als du", sagte ich am Freitagmorgen zu Horst.

"Yoga?" Er spülte im Stehen den letzten Bissen seines Käsebrotes mit einem Schluck Kaffee hinunter. "Warum gehst du nicht endlich wieder einmal ins Fitnessstudio? Wir zahlen schließlich dafür."

"Keine Sorge, es kostet nichts. Es ist ein Kurs von der AOK. Ich verwende dafür meine Bonuspunkte."

"Was denn für Bonuspunkte?"

Ich hatte Glück, denn in diesem Moment klingelte das Telefon und Maxi bat darum, dass Horst den Schwingschleifer aus seiner Werkstatt mitbrachte.

Ich holte noch mal die Kursanmeldung hervor, die mir Silke gemailt hatte und setzte meine Lesebrille auf. "Hormonyoga. Natürliche Balance in den Wechseljahren. Der Kurs findet im Ortsteil Ostheim im Bürgertreff statt. Kursleiter: K. Büttner. Beginn: 16.30 Uhr. Bitte kommen Sie in Sportkleidung, da im Bürgertreff keine Umkleiden zur Verfügung stehen." Das sah der AOK ähnlich, alle Widrigkeiten auf die Versicherten abzuwälzen.

Noch in den siebziger Jahren war Ostheim ein Dorf gewesen, das sich hinter Getreidefeldern, Kartoffeläckern und Obstbäumen vor der wuchernden Stadt versteckte. Doch dann wurde der alte Ortskern von den ersten Einfamilienhäusern umzingelt, errichtet im Landhausstil mit Sprossenfenstern und maulwurfshügelartigen Terrassen, die nach Süden gingen. Immer mehr Stadtflüchtige kamen aufs Land, das schon lange kein Land mehr war. Ostheim wurde eingemeindet, eine neue Grundschule wurde gebaut und die Stadtbuslinie verlängert. Bald kamen ein Bürgertreff, ein Abenteuerspielplatz und ein interkultureller Garten dazu. Und schließlich spülte eine finale, große Bauwelle auch noch die letzten Getreidehalme und Saatkartoffeln in die Baugruben. Niedrigenergiehäuser, klein wie Hasenställe, mit Fahrradschuppen, Photovoltaikanlagen und schießschartenkleinen Fenstern zur Straße machten dem Landleben endgültig den Garaus. Umso eifriger pflegten die Neuankömmlinge das Brauchtum: Osterbrunnen schmücken, Kirchweihbäume aufstellen, Benefizadventsmärkte abhalten.

Der Bürgertreff stammte noch aus der zweiten Siedlungswelle der achtziger Jahre. Ein heimeliger Ort war der Bürgertreff nie gewesen. Er verband den Charme einer Vorortbahnhofshalle mit dem architektonischen Flair einer Kreissparkasse. Die Bürger nutzten ihn, um Stadtteilversammlungen abzuhalten und runde Geburtstage, Silberhochzeiten und ähnliche unvermeidliche Veranstaltungen abzuwickeln. Die freudlose Atmosphäre und die harten, hellen Holzstühle sorgten dafür, dass hier niemand über die Stränge schlug.

*****

Ich war zu spät dran. Am Freitagnachmittag schwappte eine große Blechlawine aus der Stadt zurück nach Ostheim, dorthin, wo einmal das Land gewesen war. Ich stand im Stau. Als ich den Bürgertreff erreichte, war es schon 16.40 Uhr. Zum Glück trug ich bereits meine alten Trainingssachen. Beim Yoga gilt es, sich zu entspannen, das weiß man ja.

Ich stürmte in den Flachbau des Bürgertreffs, vorbei an der Anschlagtafel, dem Schirmständer, den Stapeln aus stabilen hellen Holzstühlen und den orangen Hewi-Garderobenhaken. Es gab offenbar nur einen großen Raum, davor ein paar Sporttaschen auf dem Boden. Ich riss die Türe auf und sah etwa zwanzig Menschen auf Matten liegen, ihnen gegenüber ein Mann.

"Tschuldigung", keuchte ich, "ich wollte eigentlich ...", meine Stimme stockte, "...Hormonyoga bei Frau Büttner machen."

"Du bist Gabi?"

Der Mann erhob sich von seiner Matte. Er war klein, sehnig, in meinem Alter und trug eine pluderige gelbe Leinenhose, ein meerblaues Shirt und eine Holzkette um den Hals.

"Wir machen kein Yoga. Wir praktizieren hier Yoga. Und wie du siehst, bin ich ein Mann."

Auf den Matten kicherte es.

"Ich bin Klaus Büttner. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Hormonyoga reine Frauenangelegenheit sei. Ich sage nur Libidoverlust und Haarausfall."

Ich sah erst jetzt, dass zwischen den vielen Frauen auch zwei Männer auf den Matten lagen.
Klaus sah mich immer noch still an.
Alle anderen hatten inzwischen die Füße im Schneidersitz verschränkt, die Knie berührten rechts und links den Boden. Klaus ließ sich auf seiner Matte nieder, faltete mühelos die Beine ineinander und sah mich wieder still an.
Klaus schlug zum dritten Mal den Gong. Dann sprach er endlich mit uns. Ich schielte, aber alle hatten immer noch die Augen zu.

"Da kann Yoga auch jedem von uns Männern helfen."

Mein Blick rutschte unwillkürlich hinunter zu der dünnen gelben Pluderhose, aber ich konnte nichts Konkretes erkennen.

Klaus Büttners Stimme holte mich zurück.

"Wir Yogapeople sind hier schon seit vielen Kursen eine Community, aber Neuankömmlinge sind uns immer herzlich willkommen." Er legte die Hände aneinander und verbeugte sich. Dann sah er lange und still auf meine Füße. Von einer Matte zischte es: "Die Schuhe!"

Wie dumm von mir. Ich bückte mich zu meinen altgedienten Turnschuhen.

"Und die Strümpfe!", zischte es wieder.

Ich zog auch noch die Socken aus und bedauerte, dass ich so lange nicht mehr bei der Fußpflege gewesen war.

Klaus deutete wortlos in eine Ecke. Ich schnappte mir eine Matte, setzte mich darauf und sah mich um. Die zwei anwesenden Männer schienen Hormonyoga bitter nötig zu haben. Auf sie wäre nicht einmal Silke abgefahren. Die Frau neben mir trug trotz ihrer eher fülligen Figur eine enge Baumwollhose und zwei dünne Trägerhemdchen übereinander, auf dem oberen ein aufgedrucktes Mandala. Ihre Nachbarin hatte ein bauchfreies Top in orange und eine bestickte blassrosa Leinenhose an. Als Erstes würde ich wohl in Yogakleidung investieren müssen.

Ich war wirklich guten Willens, aber ich kippte bei jedem Versuch, meine Beine zu einem Schneidersitz zu verschränken, seitlich weg, wie ein Kartoffelkäfer auf den ehemaligen Äckern von Ostheim. Klaus bedeutete mir, mich einfach auf meine Unterschenkel zu setzen, es gehe hier nicht um irgendeine Art von Leistung, sondern um Mindfullness und Achtsamkeit. Er schenkte mir ein mildes Lächeln.

Dann schlug er einen Gong.

Ich sah mich um. Alle machten die Augen zu. Ich schloss ebenfalls die Augen und wartete. Nichts passierte. Ich zwinkerte ein bisschen. Klaus saß aufrecht mit geschlossenen Augen da, die Arme leicht auf die Knie gestützt, die Hände zur Seite abgewinkelt, Fingerspitzen aneinander.

Er hatte sehnige Unterarme und an den Oberarmen erkannte man definierte Muskeln, die Pluderhose spannte sich zwischen seinen Beinen. Seine lockigen grauen Haare hatte er mit einem Haargummi zu einem Dutt, nein, eher zu einer Zwiebel am oberen Hinterkopf zusammengefasst, dort, wo bei mir ein unschöner Haarwirbel saß. Es war kein Dutt, wie meine Oma einen hatte, es war eben eher eine Zwiebel, wie sie von Hipstern in Berlin und München getragen wurden, die als Baristas in angesagten Kaffeeröstereien die Arabicas aus den Maschinen ließen.

Ich gönnte mir noch einen weiteren Blick auf Klaus. So eine gut sitzende Haarzwiebel mochte auch beim Yoga ihre Dienste leisten. Vermutlich gab sie Halt, wenn man einen Kopfstand machte. Vielleicht war die Haarzwiebel ja eine Erfindung aus Indien, gar aus Rajasthan.

Klaus öffnete die Augen, er schlug zum zweiten Mal einen Gong. Er sah mich scharf mit einem Anflug von Tadel an. Ich kniff schnell die Augen wieder zu und wartete.

Es passierte nichts. Doch. Jetzt. Offenbar hatte Klaus einen Kassettenrecorder in Gang gesetzt. Sanftes Meeresrauschen säuselte durch den Bürgertreff. Mir fiel unsere Toilettenspülung ein. Sie hakte manchmal. Ich musste Horst darüber informieren. Wenn er schon sparen wollte, dann bitteschön auch am Wasser.

"Und wir atmen mit dem Lotus. Stell dir vor, mit dem Bauchnabel so sanft und leicht zu atmen wie eine Lotusblüte, die sich im Wind bewegt. Beim Einatmen öffnet sich die Blüte, beim Ausatmen schließt sie sich wieder."

Mein Bauchnabel war eindeutig keine Lotusblüte. Ich hatte mir heute Mittag Bratkartoffeln gemacht.

"Und wir summen wie eine Biene. Wir legen die Hände auf die geschlossenen Lider und decken mit den Daumen die Ohren ab. Wir spüren den Atem, der Gaumen vibriert, wir hören das Summen."

Ich summte aus Leibeskräften. Um mich herum war es ganz still. Ich machte die Augen auf. Alle starrten mich an.

"Und wir beginnen mit den Sonnengrüßen. Suryanamaskara A."

Alle sprangen auf und streckten die Arme gen Himmel. Ich auch. Ich sah hinauf zur Decke des Bürgertreffs. Hässliche vergilbte Dämmplatten und eine sirrende rechteckige Neonlampe. Ich fragte mich, ob ich nun bald meinen spirituellen und hormonellen Frieden finden würde.

"Wir synchronisieren Atem und Bewegung. Wir gleiten langsam in eine dynamische Meditation."

Das kannte ich noch aus meinem Buchladen. Wenn ich stundenlang Pakete mit den neuen Wallander- und Donna-Leon-Bestsellern aufschlitzte und zu Stapeln schichtete, war ich auch dynamisch, ohne zu denken.

"Und wir gehen in den herabschauenden Hund."

Ich schaute nach rechts und links. Alle hatten die Beine auf der Matte aufgestellt, hatten den Kopf zur Yogamatte gesenkt, die Arme gestreckt, reckten ihre Hintern Richtung Neonleuchte und sahen aus, als wären sie Kinderrutschen auf dem Abenteuerspielplatz von Ostheim.

Ich versuchte es auch. Es war schwieriger als gedacht. Aber vielleicht würde es mir in Berlin nützen, wenn Paulchen etwas größer wäre und rutschen wollte.

"Ist ein Hands-on-assist für dich okay, Gabi?" Das war Klausens Stimme in der Nähe meines hochgereckten Hinterns. Ich hatte keine Ahnung, was er meinte, sagte aber ja.

Ich spürte, wie er sich von hinten über mich beugte und seine Hände seitlich an meinen Brustkorb legte. Sie waren klein und sehr fest. Beim Ausatmen schoben sie mich so weit es ging nach vorne zu meinen Armen, beim Einatmen drückten sie mein Hinterteil gegen seinen Bauch. Er stand hinter mir, weit über mich gebeugt und befahl mit sanfter Stimme: "Und-einnn-und-ausss-und-einnn-und-ausss."

Er hatte nur seine dünne Leinenhose an. Seine Oberschenkel waren so fest wie seine Hände. Er sagte sanft: "Du musst lernen, die Asanas tiefer zu verstehen. Spürst du, was energetisch in dieser Haltung passiert?"

Er schob mein Hinterteil wieder gegen seine gelbe Leinenhose.

Ich sagte: "Ja, ich glaube, so langsam verstehe ich es."

Am Hormonyoga schien wirklich etwas dran zu sein.

Lesen Sie hier, wie es weiter geht

Gegen Mittag brachte ich die Bücher mit den Wohnideen, den Brotrezepten und den Katzennamen zurück in die Stadtbibliothek. Die mir schon bekannte grauhaarige Dame saß hinter dem Tresen. Sie nahm das Katzenbuch und hielt es unter den Scanner, um es von meinem Bücherkonto auszubuchen.

"Und, haben Sie einen Namen für Ihre Katze gefunden?"

Ich schüttelte den Kopf.

"Nein, ich glaube, unser Kater will keinen Namen. Er bleibt einfach der Kater."

Sie sah mich zweifelnd an.

"Ich habe es mir überlegt, ich würde mich gerne ehrenamtlich bei Ihnen in der Leseförderung engagieren."

Ihr Blick sagte mir, dass sie sich gerade fragte, ob jemand, der nicht einmal in der Lage war, einer Katze einen Namen zu geben, sich um fremde Kinder kümmern sollte.

"Haben Sie denn Erfahrung mit so etwas?"

"Ich habe drei Kinder großgezogen und ihnen jeden Abend eine Geschichte vorgelesen."

"Und haben Sie schon einmal im öffentlichen Raum gelesen?"

Ich wollte schon mit nein antworten, da fiel mir mein Auftritt mit Pater Engelmar ein. Er hatte vor Weihnachten sein neues Kochbuch in unserer Buchhandlung vorgestellt, mich an seiner Seite. Ich war zwar nicht am Zustandekommen der Rezepte beteiligt gewesen, hatte aber mit diesem sehr berühmten Pater für die Bebilderung des Buches in seinem Klostergarten posiert. Ich hatte an dem Abend auch keine Rezepte vorgelesen, aber den Zuhörern viele gute Tipps aus meiner Kochpraxis mit auf den Weg geben können.

"Pater Engelmar?" Die Bücherfrau fiel augenblicklich in einen Zustand ekstatischer Verzückung, den ich ihr nicht zugetraut hätte. "DER Pater Engelmar? DER, der die ,Neun Weisheiten des Glücks' und die ,Zehn Schritte zur Achtsamkeit' geschrieben hat?"

"Genau der. Ich habe mit ihm zusammen sein neuestes Werk ,Himmlisches aus der Klosterküche' verfasst."

"Ich versuche seit Jahren, ihn für eine Lesung hier in der Stadtbücherei zu gewinnen. Aber man kommt einfach nicht an ihn heran. Könnten Sie bei ihm für unsere Bücherei ein gutes Wort einlegen?"

"Er ist ein Quotenrenner, er ist sehr beschäftigt. Aber ich kann ja mal sehen, was sich machen lässt."

Die Wahrheit war, dass ich ihn seit jener Lesung nicht mehr gesehen hatte.

"Nehmen Sie mich jetzt für Ihr Leseprojekt?"

Die Bücherfrau nickte entschlossen: "Unsere Frau Nickel ist erkrankt. Sie wäre am Mittwochnachmittag im KiKu dran."

"KiKu?"

"Kindertagesstätte Kunterbunt. Wir betreuen dort einmal in der Woche die Vorschulkinder. Ich sage Ihnen aber gleich, Sie müssen bei einigen der Kinder mit Störungen des Sozialverhaltens, ADS und Hyperaktivität rechnen. Aber wir wollen uns als Bücherei ja gerade an den Brennpunkten engagieren."

"Ich dachte, ich lese hier im Haus."

"Nein, nein, die Zeiten sind vorbei. Wir müssen raus, vor Ort sein, Leseimpulse dort setzen, wo es am nötigsten ist! Sie können es sich aber auch noch mal überlegen."

"Nein", sagte ich, "das ist genau die Herausforderung, die ich suche."

Ich selbst bin nie in einen Kindergarten gegangen. Mama war Hausfrau und ich ihr kleines Mädchen. Nur Frauen, die arbeiten mussten, gaben ihre Kinder fort. Ich spielte mit den anderen Kindern draußen in den Hinterhöfen und Gärten Verstecken. Wir kamen nach Hause, wenn es dunkel wurde oder spätestens, wenn die Kirchenglocken sechs Uhr schlugen. Dann bekamen wir Brote und wurden ins Bett gesteckt.

Meine eigenen Kinder dagegen kamen mit vier Jahren in den Kindergarten. Was sie dort machten, war mir unklar. Es gab kein ausgefeiltes pädagogisches Programm. Sie spielten, malten, aßen Bananen, wurden dann von den Kindergärtnerinnen ins Freie gescheucht, wo sie unter Aufsicht das taten, was wir auch getan hatten und wurden mittags wieder abgeholt.

Inzwischen gibt es keine Hinterhöfe und keine Kindergärtnerinnen mehr. Es gibt Erzieherinnen. Die Zeit des Wildwuchses ist vorbei. Es wird erzogen. Es gibt Aktionstage und Projektwochen und kaum noch aufgeschlagene Knie.

*****

Wir erreichten eine erste Glastür, hinter der man schon Kinder in einem Stuhlkreis sitzen sah. Aber die Erzieherin ging daran vorbei.

Shakira hatte die kleine Diskussion genutzt, um sich in die Mitte des Stuhlkreises zu pirschen und Fatma das Buch zu entreißen. Shakira wurde zur Strafe von ihrer Freundin Yessica weg und neben Leon gesetzt.
"Ich habe keine Oma. Aber ich habe zwei Papas. Einen alten und einen neuen", unterbrach Paul meine Gedanken.

Am Mittwochnachmittag fand ich mich pünktlich im KiKu ein. Ich hatte mir extra etwas Lustiges, Buntes angezogen. Eine Erzieherin erwartete mich schon an der Eingangstür. Sie hatte auch etwas Lustiges, Buntes an. Auf ihrem Namensschild stand "Frau Höfig-Hummel - Gruppenleitung."

"Ich habe gehört, Frau Nickel ist krank und Sie sind der Ersatz?"

"Ich bin Gabi König. Ich habe drei Kinder und ein Enkelkind."

Sie sah mich zweifelnd an. "Frau Nickel hat immer ihr Xylophon mitgebracht. Haben Sie auch eines dabei? Die Kinder sind das so gewöhnt."

Oh, da gab es schon den ersten Punktabzug.

Sie geleitete mich durch den Flur. Da hingen viele Kinderjacken und Mützen, und niedliche kleine Schuhpaare standen am Boden.

"Wir haben hier vier Gruppen. Wir haben die Igel-, die Fische-, die Bären- und die Sternchengruppe."

Mir kamen erste Zweifel an der Pädagogik. Ich meine, wer will denn ein Fisch sein, wenn er auch ein Sternchen oder ein Bär sein könnte?

An der Tür zu den kleinen Kinderklos hing ein Anschlag für die Eltern: "Am Samstag Kinderbasar mit Kuchenverkauf. Alle Größen. Verkaufsbeginn 10 Uhr, für Schwangere 9.30 Uhr."

Meine Mutter hätte mich nie auf einen Basar gegeben.

"Sie lesen in unserer Vorschulgruppe, Frau König. Die ist recht lebhaft, darauf müssen Sie gefasst sein. Heute ist noch ein Vater dabei, weil sein Sohn gerade neu eingewöhnt wird. Lesen Sie zum ersten Mal?"

Ich nickte. Die Erzieherin ging zügigen Schrittes zu einem weiter hinten gelegenen Raum. Als sie die Tür öffnete, schlug mir das Geschrei von ungefähr zwanzig Kindern entgegen, von denen sich sofort vier auf Frau Höfig-Hummel stürzten, um mit sich überschlagenden Stimmen zu berichten, was der Alexander, beziehungsweise der Özcan, der Marcel und die Paula sich gerade für Gemeinheiten geleistet hatten.

Die Erzieherin ignorierte die Beschuldigungen und klatschte in die Hände.

Wundersamerweise kehrte sofort Ruhe ein. Die Kinder liefen in eine Ecke und schleppten jedes ein kleines Stühlchen an und setzen sich dann brav im Kreis hin. Die Erzieherin, der anwesende Papa und ich holten uns auch Stühlchen. Das Stühlchen war noch niedriger, als ich gedacht hatte. Ich kauerte eher darauf als dass ich saß, denn einerseits wollte ich aus erzieherischen Gründen nicht, dass mein lustiger bunter Rock allzu weit nach oben rutschte und andererseits hatte ich Mühe, mich mittels meiner Sitzhöcker auf der wirklich sehr schmalen Sitzfläche so auszutarieren, dass ich nicht samt dem Stühlchen in den pädagogisch wichtigen Stuhlkreis kippte.

Ich hätte gerne gewusst, wie Frau Höfig-Hummel dieses Balanceproblem löste, aber sie war noch dabei, den Kindern vorbereitete Klebeschildchen mit ihren Namen auf den Pullovern zu befestigen.

Ich hatte es mit zwei Emmas, zwei Fatmas, sowie je einer Paula, Efgenia, Hannah, Alina, Gülsen, sowie einer Yessica und einer Shakira zu tun. Bei den Jungs waren Alexander und Mahmud zweimal vertreten, außerdem gab es je einen Leon und Özcan, Paul und Pjotr, Marcel und Mahir.

Die Erzieherin klebte auch mir ein Namensschild an. Darauf stand "Oma Gabi".

"Können die Kinder das denn schon lesen?"

Sie sah mich streng an: "Das hat auch etwas mit Gerechtigkeit zu tun."

Die Kinder musterten mich.

Frau Höfig-Hummel klatschte in die Hände und sagte: "Das ist Oma Gabi."

Leise flüsterte sie mir zu: "Wir sind schon froh, wenn die Kinder eine Mutter und einen Vater haben, die alten Familienstrukturen über mehrere Generationen existieren nicht mehr. Da haben wir eine Leuchtturmfunktion."

Der einzelne Papa, der sich rittlings auf seinen Kinderstuhl neben Leon gesetzt hatte, wirkte angestrengt. Er sah so aus, als habe er eben erst eines der letzten Niedrigenergiehäuser in Ostheim für seine Familie ergattert und frage sich jetzt, ob Leon hier genug Förderung erfahren würde, um das Abitur zu schaffen.

Die Kinder begannen langsam unruhig zu werden, sie rutschten auf ihren Stühlen hin und her. Efgenia kniff Gülsen in den Oberschenkel, die kreischte auf, und Frau Höfig-Hummel, die den Vorgang nicht bemerkt hatte, setzte Gülsen zur Strafe neben Mahir.

Pjotr fragte: "Warum hast du kein Ülofom dabei?"

Frau Höfig-Hummel verbesserte ruhig: "Es heißt Xylophon, Pjotr."

Ich ergänzte milde: "Meine Tochter Kati hatte mal eins. Aber irgendwann hab ich`s weggeschmissen, Pjotr."

Alina krähte: "Ich habe eine Barbie, die spielt Gitarre. Ülofom spielen ist babyeinfach. Ich bring morgen die Barbie mit."

Frau Höfig-Hummel korrigierte sanft: "Alina, du kennst unsere Vereinbarung: Wir bringen keine Spielsachen mit in die Einrichtung."

Ich überlegte, ob das Wort Kindergarten womöglich auch schon auf dem Index stand, wie die Worte Kindergärtnerin, Schwester und Lehrling.

Frau Höfig-Hummel unterbrach meine Überlegungen, indem sie mit einer gewissen Schärfe in der Stimme sagte: "So, nun wollen wir uns alle mal konzentrieren. Oma Gabi liest euch heute vor."

Ich holte meine Lesebrille hervor.

"Bist du ein Professor für Dinosaurier?", wollte Özcan wissen.

"Wir konzentrieren uns jetzt", wiederholte Frau Höfig-Hummel nachdrücklich.

Die rothaarige Paula fiel vom Stuhl, weil Alexander sie in die Seite geboxt hatte, Paula heulte, Frau Höfig-Hummel verbannte Alexander in die Igel-Gruppe und wiederholte: "Wir konzentrieren uns jetzt."

Ich setzte mich, soweit es das Stühlchen zuließ, in Positur und begann. "Ich habe euch ein lustiges Buch mitgebracht. Es erzählt von dem Kater Findus und heißt Eine Geburtstagstorte für die Katze. Ich habe nämlich auch eine Katze und das war das Lieblingsbuch meiner Tochter Nina. "

Aber Frau Höfig-Hummel unterbrach mich sofort. "Tut mir leid, Frau König, aber so geht das nicht. Die Kinder sind es gewohnt, über die Vorlesegeschichte mitzubestimmen. Das ist uns in unserer Einrichtung sehr wichtig. In unseren Leitlinien heißt es: Wir bieten den Kindern Entwicklungsmöglichkeiten und fördern ihre aktive Mitwirkung an Entscheidungsprozessen." Sie wies auf die Tür, an die ein umfangreiches Schriftstück mit der Überschrift Leitbild unserer Einrichtung klebte.

Dann setzte sie hinzu: "Fatma, hol bitte den Lesesack."

Die anderen Kinder maulten, warum schon wieder Fatma das machen dürfe, Fatma streckte Marcel die Zunge heraus und hielt den blauen Leinensack in der Größe einer Einkaufstüte triumphierend hoch. Sie zog die Schnur auseinander und begann zu wühlen.

"Sie darf nicht gucken, aber sie guckt doch!", schrie Marcel, stürzte sich auf Fatma und begann sie zu boxen. Frau Höfig-Hummel verbannte ihn in die Bärengruppe, Fatma wühlte mit zusammengekniffenen Augen weiter und zerrte schließlich ein Buch aus dem blauen Lesesack.

Klar, sie hatte sich das größte Buch herausgefischt. Von wegen Mitwirkung an Entscheidungsprozessen! Frau Höfig-Hummel hatte das geschickt eingefädelt!

Ich hielt das Buch hoch, es hieß Die Oma im Drachenbauch.

"Papa sagt, es gibt keine Drachen", schaltete sich zum ersten Mal Leon ein und schaute zu seinem Papa hoch.

"Gibt es auch nicht, du musst keine Angst haben, Leon", erwiderte der, um sich dann an Frau Höfig-Hummel zu wenden: "Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Kinder mit Angstfiguren diszipliniert werden sollen. Leon ist ein sensibler Junge..."

Frau Höfig-Hummel lief rot an und presste hervor: "Können wir das bitte später klären?"

Frau Höfig-Hummel hatte jetzt rote Flecken im Gesicht. Sie befand sich offenbar in einem pädagogischen Konflikt. Das Leitbild verlangte vermutlich eine vertrauensvolle und unverzügliche Diskussion mit den Eltern im Falle unterschiedlicher Erziehungsmaximen. Das Leitbild verlangte ja aber auch, entwicklungsbegleitende Projekte wie diese Lesestunde anzubieten. Also fauchte sie mich an: "Frau König, Sie müssen bitteschön mehr Präsenz und Autorität zeigen, sonst entgleitet Ihnen Ihre Vorlesestunde."

Also begann ich zu lesen: "Oma Lydia wohnte in einem kleinen Haus am Meer auf der Insel Gotland..."

Yessica krähte: "Was ist ein Gotland?"

Leons Vater schaltete sich ein: "Leon, du weißt doch, wo Gotland liegt. Sag es den anderen Kindern!"

Leon schniefte.

"Leon, erinnere dich doch bitte mal an das Was-ist-was-Buch. Aus Gotland kamen doch die Goten."

Leon begann zu schluchzen.

Frau Höfig-Hummel sagte: "Es geht uns in dieser Einrichtung nicht um Bildungsversatzstücke, es geht uns um eine ganzheitliche Förderung der kindlichen Phantasie. Wir konzentrieren uns wieder..."

Ich las: "Oma Lydia war noch recht rüstig. Zumindest so rüstig , dass sie es schaffte, jeden Morgen einen Spaziergang am Strand zu machen und oft vor ihrem Häuschen saß und strickte."

Wo blieb hier eigentlich das Leitbild, Omas nicht als schwache alte Schrullen darzustellen?

"Und wir konzentrieren uns wieder", wiederholte Frau Höfig-Hummel ihr Mantra und ich las weiter:

"Eines Morgens, als Oma Lydia wieder vor ihrem Häuschen saß und strickte, kam ein großer grüner Drache durch die Luft geflogen. Er landete vor Oma Lydias Füßen. Er spuckte Feuer und Dampf und dann verschluckte er Oma Lydia samt ihrem Strickzeug."

"Jetzt reicht`s aber", Leons Papa stand auf. "Leon, wir gehen."

Er zerrte den heulenden Leon hinter sich her zur Tür.

Frau Höfig-Hummel rief ihm hinterher: "Märchen sind Mutmachgeschichten! Sie sind pädagogisch wichtig! Der Drache spuckt die Oma wieder aus!"

Aber Leon und sein Papa waren schon auf und davon.

Ich nahm meine ganze Konzentration zusammen, tat, als habe ich den Zwischenfall gar nicht wahrgenommen und bemühte mich, mit fester Stimme weiterzulesen.

"Oma Lydia kam im Magen des Drachen an. Alles war dunkel. Nach einiger Zeit wurde ihr langweilig und sie begann zu stricken."

"Wenn du so da sitzt, sieht man deine Unterhose, Oma Gabi", krähte Özcan.

Ich fuhr hoch, setzte mich gerade hin, das heißt, ich versuchte es, indem ich mein linkes Bein über mein rechtes schlug, zugleich den Rock nach unten zerrte und zusätzlich bemüht war, meine Sitzhöcker auszubalancieren. In diesem Moment kippte der Stuhl und ich fiel in den Lesekreis. Die Kinder krähten vor Freude. Ich rappelte mich hoch, klappte das Buch zu und sagte: "Tut mir leid, Kinder, es war sehr schön bei euch. Nächste Woche kommt bestimmt die Oma Nickel wieder. Ich muss jetzt leider los. Ich habe noch eine Yogastunde. Vielleicht sieht man sich ja mal wieder."

*****

Abends fragte Horst mich beiläufig: "Und, wann gehst du wieder zum Vorlesen?"

Einen Moment lang war ich versucht, leichthin "Demnächst vielleicht" zu murmeln. Aber dann dachte ich: Horst ist doch mein Mann. Eigentlich sollte er wissen, wie es mir geht, und so antwortete ich wahrheitsgemäß: "Ich setze keinen Fuß mehr in diese KiKu-Tagesstätte. Die Kinder hauen und schubsen, sobald du ihnen auch nur den Rücken zudrehst. Ständig musst du jemanden ermahnen oder in einen anderen Raum verbannen. Und dann diese ausgetüftelte Pädagogik mit Namensschildern, Stuhlkreis, Geschichtensäckchen und Erziehungsleitbildern! Ich bin eine schlechte Vorlese-Oma."

Horst tröstete mich damit, dass er aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung wisse, wie nervenaufreibend es sei, den Schülerdompteur zu spielen. Er schlug vor, das Ende unser beider Pädagogikkarrieren mit einer schönen Flasche Rotwein zu feiern. Bei der zweiten Flasche Rotwein erzählte ich ihm, dass ich vom Stuhl gefallen sei, weil Özcan behauptet hatte, meine Unterhose gesehen zu haben, was ich für völlig unglaubhaft hielt. Horst erwiderte, dass auch er gerne wieder einmal meinen Slip sehen würde. Wir glucksten, tranken und lachten. Fast wäre es zum Äußersten gekommen, aber leider hatte Horst zu starke Rückenschmerzen.

*****

Am Freitag besuchte ich meine zweite Yogastunde. Klaus saß bereits aufrecht auf seiner Matte, als ich wieder als Letzte ankam. Er legte die Hände vor seiner Brust aneinander, verneigte sich und sagte: "Namaste."

Ich antwortete mit: "Hallo!", und querte zügigen Schritts den Raum des Bürgertreffs, um mir noch schnell eine Matte zu schnappen.

Ich begriff, dass Yoga im Grunde eine ziemlich sture Angelegenheit ist. Man macht immer das Gleiche. Erst kneift man die Augen zu und meditiert ein bisschen, während man möglichst laut und ostentativ atmet. Klaus schlägt seinen Gong, man überlegt, was man abends kochen könnte und ob man wieder mal die Betten abziehen müsste, dann steht man auf und beginnt mit den Sonnengrüßen, erst Suryanamaskara A, dann B. Dazwischen muss man immer wieder in den herabschauenden Hund gehen. Der ist wichtig, um sich einzubinden in die Ordnung des Lebens und um ein vertrauensvolles Energiefeld aufzubauen.

Klaus korrigierte mit leichtem Händedruck bei manchen der Damen die Haltung und kam dann auf seinen bloßen Füßen auch auf mich zu.

"Ich freue mich, dass du wieder den Weg in unser kleines Retreat gefunden hast, Gabi. Fühlst du dich wohl hier? Hast du Fragen?"

Ich keuchte ein bisschen, weil mein Kopf wegen des herabschauenden Hundes gerade so weit unten und mein Hinterteil so weit oben war.

"Gibt es eigentlich auch eine Übung..."

"Du meinst ein Asana?", korrigierte er sanft.

Ich versuchte zu nicken, was bei mir zum Einsturz des Hunde-Asanas führte. Ich rappelte mich hoch: "Also, gibt es auch ein Drachen-Asana?"

"Oh", erwiderte Klaus, "das göttliche Tier in uns. Ein sehr forderndes Asana. Es führt zu einer intensiven Öffnung von Hüfte und Leiste."

Er gebot uns allen, wieder die Stellung des herabschauenden Hundes einzunehmen, dann einen Fuß nach vorne zwischen die Hände zu stellen, das hintere Bein möglichst weit zurückzuschieben und sich den Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule zu denken.

"Spürt ihr, wie ihr euch für die Kräfte der Natur und ihre Botschaft öffnet? Spürt ihr, wie viel körpereigene Hitze der Drache erzeugt?"

In diesem Fall verzichtete ich auf ein Hands-on-assist von Klaus.

Die Autorin

Die promovierte Historikerin Ingeborg Seltmann war lange für ihre Fachbücher bekannt, wie zum Beispiel das Werk: "Zepter und Zügel. Unterwegs im Tross der mittelalterlichen Kaiser". Seltmann arbeitete früher an der Universität Erlangen in Forschung und Lehre, bevor sie Museumspädagogin im Germanischen Nationalmuseum wurde. Erst dann schrieb sie ihre ersten Romane, immer über Gabi und Horst, um die sich auch in diesem dritten Band alles dreht. Um den Roman zu verstehen, müssen Sie Band eins und zwei aber nicht unbedingt kennen. Seltmann ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Buchtipp

"Mit Horst im Glück" von Ingeborg Seltmann ist für 9,99 Euro im Verlag rororo erschienen und außerdem als E-Book erhältlich.

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Damit Sie mal wieder Sonntage nur lesend im Bett verbringen können, verlosen Rowohlt und LAVIVA 15 Buchpakete mit je fünf Büchern des Verlagsprogramms aus unterschiedlichen Genres. Um an das Lösungswort zu kommen, müssen Sie nur den oben stehenden Buchausschnitt aufmerksam lesen, danach können Sie ganz sicher unsere Frage zum Text beantworten. Mit der Antwort haben Sie dann gleich den Schlüssel zum möglichen Gewinn.

Wir möchten gerne wissen: Wie viele Männer abgesehen vom Kursleiter sind noch zum Hormonyoga-Kurs gekommen?

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Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitmachen kann nur, wer die Postkarte oder das Onlineformular eigenhändig ausfüllt inklusive vollständiger Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Ausdrücklich ausgeschlossen sind Einsendungen, die beauftragte Dienstleister für ihre Kunden oder Mitglieder vornehmen. Die Gewinne können nicht bar ausgezahlt werden. Das Los entscheidet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Weitere Teilnahme-Bedingungen unter laviva.com


© Illustrationen: Alina Sawallisch; Fotos: PR

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