Rein ins Vergnügen

Picknick im Park, sich an der Strandbar die Sonne auf den Pelz scheinen lassen - alles schonhundertmal gemacht. Aber was ist mit Kuhkuscheln, Kräuterwandern oder "Zorbing"? Wir stellen Ihnen ungewöhnliche, lustige, kunstvolle und actionreiche Unternehmungen vor, die Ihren Sommer unvergesslich machen. Viel Freude beim Ausprobieren!

Von Corinna Ophüls und Katrin Rave

Drei Interviews, drei weitere Freizeittipps

Kräuter selbst ernten

Kräuterwanderungen werden immer beliebter. Was passiert auf einer solchen Tour genau?
Auf einem 1,5-stündigen Spaziergang erfährt man, welche heimischen Heilpflanzen, essbaren Wildkräuter und Wildfrüchte bei uns wachsen. Dabei geht es um die Heilwirkung und Anwendung der Kräuter in Küche, Hausapotheke und bei der Körperpflege. Außerdem gibt es Tipps zum Sammeln und Verarbeiten.

Sie sammeln in Hamburg, also in der Stadt. Gibt es denn da überhaupt genug Kräuter, die man pflücken und essen kann?
Wer mit offenen Augen durch die Stadt läuft, sieht sie in jeder Fuge, an jeder Mauer, auf Beton- oder Grünflächen: Löwenzahn, Ehrenpreis, Königskerze, Gundermann, Klettenlabkraut, Vogelmiere - Kräuter gibt's überall. Aber in Städten sollte man unbedingt unbelastete Flächen aussuchen, also keine Hundeauslaufgebiete oder Verkehrsinseln. Ich persönlich sammle lieber am Stadtrand.

Gibt es ein Kraut, das überall wächst und eine besonders tolle Wirkung hat?
Die Brennnessel kann vom Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden. Sie schmeckt lecker zum Beispiel in Form von Brennnessel-Chips, Brennnesselsamen über dem Müsli, als Brennnesselbutter oder im Smoothie. Außerdem ist sie sehr gesund, regt den Stoffwechsel an, hilft bei Harnwegsinfekten, Rheuma und Gicht. Darüber hinaus liefert sie viele wichtige Mineralien wie etwa Eisen.

Was raten sie Leuten, die auf eigene Faust losziehen wollen?
Nur Pflanzen ernten, die man wirklich hundertprozentig kennt. Immer nur dort ernten, wo ein großer Bestand der jeweiligen Pflanze steht, und bitte nie komplett abernten, damit sie sich immer noch weiter vermehren kann. Abstand halten von viel befahrenen Straßen, Bahnlinien und landwirtschaftlich genutzten Flächen, denn dort gibt es eventuell Pestizide. Einen Sammelkalender finden Sie unter kraeuterkiste.de/aktuelles beim Eintrag vom 7. 1. 2015.

Felicitas Bethmann ist Kräuterkundlerin in Hamburg. Mehr unter kraeuterkiste.de

Nachts sind alle Wanderer grau

Sie machen im Schwarzwald geführte Nachtwanderungen. was ist daran so besonders?
Nachts wirkt die Natur ganz anders, unbekannter und vor allem einsam. Die tagsüber beliebten Panoramawege liegen im Stillen und machen jede Tour einzigartig. Aber es geht auch auf vergessenen Pfaden und abwechslungsreichen Wegen durch den Schwarzwald und die Schwäbische Alb, tief in Wälder und Bergregionen. Fast jede unserer Touren bietet atemberaubende Aussichten auf Landschaften und Täler, in denen Dörfer und Städte einem Lichtermeer gleichen. Ein besonderes Abenteuer für unsere Gäste ist es, wenn sie nachts verlassene Burganlagen, Ruinen und Aussichtstürme erkunden.

An wen richten sich die Touren?
An alle, die das Erlebnis Nachtwandern selbst ausprobieren möchten. Ob als Urlaubs-oder Ferienaktivität in der Gruppe, als Firmenausflug oder als Geburtstagsgeschenk der etwas anderen Art – die Gründe für eine Teilnahme sind bisher breit gefächert. Wir haben immer wieder auch Buchungen von Paaren, die unsere Touren als romantisches Erlebnis unterm Sternenhimmel zu zweit genießen.

Gibt es auch Wanderungen für Familien mit Kindern?
Ja, klar. Unsere Touren sind nach verschiedenen Schwierigkeitsgraden gestaffelt und können bis zu vier Stunden dauern. Wir bieten auch kindgerechte Wanderungen für die ganze Familie an. Bei Anfragen mit Kindern suchen wir gemeinsam mit den Interessenten die passende Tour aus. Die Teilnahme unter 18 Jahren ist grundsätzlich nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten möglich.

Jonas Fuß und Sebastian Kaufmann bieten Nachtwanderungen und Erlebnistouren im Schwarzwald an. Mehr Infos: adventure-blackforest.de

Toller Roller

Sie verleihen Monsterroller. Was müssen wir uns darunter vorstellen?
Das sind überdimensionierte Tretroller mit breiten Stollenreifen und Scheibenbremsen. Damit können Sie auf Forstwegen rollern und von Berghängen abfahren. Das bringt Riesenspaß, weil Sie ziemlich schnell unterwegs sein können und sich in einem Gelände bewegen, in dem normale Tretroller nicht durchkommen.

Wer darf fahren?
Bei uns dürfen Kinder ab zehn Jahren und natürlich auch Erwachsene fahren. Die Strecke führt über fünf Kilometer vom Wurmberg hinab ins Tal. Oben ist es relativ steil, dann geht es auf Forstwegen, auf sogenannten Singletrails, weiter runter.

Was sollte man in puncto Sicherheit beachten?
Bevor es richtig losgeht, gibt es für jeden eine technische Einweisung in die Roller sowie eine Belehrung über das Verhalten am Berg und auf der Strecke. Helme sind Pflicht!

Hinrich Bothe hat in Braunlage im Harz einen Monsterroller-Verleih. Mehr Infos: monsterroller.de


© Illustrationen: Veronique Stohrer; Fotos: ddp images; plainpicture; Getty Images; mauritius images; Adobe Stock; Sandskulpturen Festival Usedom; Gina Sanders/Adobe Stock; SCC EVENTS/camera4; Bassalo; Tictoys.de; Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH / Stadtarchiv Ulm; cl65cpt7/Adobe Stock; Mrakor/Adobe Stock; Eberhard Klöppel; Marcus Ertl/flickr; Fabian Kalsow/baltic-pirates.de


IVAs Blog

Netzfundstücke, Hilfreiches, Schönes: Hier schreibt IVA, über alles was sie bewegt!

LESEN
Gewinnspiele

Aktuelle Gewinnspiele aus den Bereichen Beauty, Mode, Reise und Design!

Mitmachen