Wie Frauen mehr Erfolg im Job haben

Männer machen ihren Kolleginnen das Berufsleben oft schwer. Mit ein paar Tricks können sich die Damen gegen die Herren durchsetzen.

Frauen, die es im Job mit Machos aufnehmen wollen, sollten es einmal mit der männlichen Art der Kommunikation versuchen

Haben Sie mal versucht einem Touristen aus China auf Bayerisch den Weg  zur nächsten Sehenswürdigkeit zu erklären? Sie reden, werden aber nicht verstanden. Ähnlich sieht auch die Kommunikation zwischen Männern und Frauen im Arbeitsalltag oft aus. Die Herren sprechen meist eine andere Sprache und die weibliche verstehen sie nicht.

Autor und Coach Peter Modler ist darum davon überzeugt, dass Frauen, die im Job erfolgreich sein wollen, vor allem eins hilft: die Sprache der Männer zu lernen. Und Sprache ist in diesem Fall nicht einfach auf Worte und Sätze begrenzt. Männer kommunizieren durch Körperhaltung, Gestik und Revierverhalten. In seinem Buch "Das Arroganz-Prinzip. So haben Frauen mehr Erfolg im Job" empfiehlt Peter Modler den Frauen, sich die Werkzeuge der Männer zu eigen zu machen. Wie das geht? Hier sind einige seiner Tipps...

1. Nicht vergessen! Männer ticken anders

Frauen begehen oft einen grundlegenden Fehler. Sie glauben, ihre männlichen Kollegen seien wie sie selbst: feinfühlig, rücksichtvoll, höflich, auf die Gefühle des anderen bedacht. Sie behandeln Männer darum so, wie sie selbst gerne behandelt werden wollen. Und das ist der Fehler! Frauen, die sich gegen die Alphatiere durchsetzen wollen, sollten auf zuckergussüberzogene Kommunikation verzichten. Klare Worte sind angesagt. Und wenn es zum Beispiel nötig ist bei einem Meeting dem Kollegen ins Wort zu fallen, dann sollte frau das auch tun.

2. Kurz und gut

Vor allem wenn es darum geht, unangenehme Dinge anzusprechen, neigen Frauen dazu, sie in einen riesigen Wattebausch aus beschwichtigenden Sätzen zu packen. Bei Männern werden sie damit nicht weiterkommen, die Wattebäuschchen prallen an dem männlichen Schutzwall ab. Statt endlos zu argumentieren, sollten Frauen das Ganze schnell auf den Punkt bringen, also kurze Sätze mit einfacher Botschaft. Wenn jemand schlechte Arbeit abgeliefert hat, dann sollten sie das auch so formulieren "Das war schlecht. Machen Sie das bitte noch einmal." Und nicht: "Ich weiß ja, dass Sie nicht viel Zeit hatten. Vielleicht waren auch meine Anweisungen nicht verständlich, aber ..."

Auch wenn Frauen oft das Gefühl haben: Sie müssen nicht gleich zum Megafon greifen, um sich gegen die Kollegen durchsetzen zu können

3. Schrille Töne verhallen ungehört

Wenn wir uns zu unrecht angegriffen fühlen, reagieren wir Frauen gerne wie ein verbales Maschinengewehr. Wir attackieren den Angreifer in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit mit Gegenargumenten. Männer schalten dann in der Regel auf Durchzug. Wer erhört werden möchte, sollte also möglichst langsam sprechen und die Stimme mit einer ordentlichen Portion Schärfe würzen. Peter Modler empfiehlt in manchen Situationen auch ganz auf Worte zu verzichten und den Körper sprechen zu lassen. Ein kühler Blick, eine Handbewegung, die Körperhaltung – all das wird der Mann viel eher wahrnehmen, als das beste Argument.

4. Einfach mal Pause machen

Man kann doch über alles reden. Das ist so ein typisch weiblicher Gedanke, der in einer Männerwelt oft nicht funktioniert. Vor allem in schwierigen Situationen mühen sich Frauen ab, die Wogen mit Worten zu glätten. Dabei kann ein demonstratives Schweigen meist vielmehr ausrichten. Wenn sie gar nichts sagt, ist er nämlich an der Reihe zu reagieren.

Buchtipp

Sie wollen mehr über Peter Modlers Trainingsmethoden erfahren. In seinem Buch "Das Arroganz-Prinzip" gibt er noch weitere Tipps und veranschaulicht sie an zahlreichen Alltagssituationen, die Frauen tatsächlich erlebt haben. Erschienen im Verlag S. Fischer, kostet 9,99 Euro. Hier geht's zur Seite des Verlags.


© Getty Images, Thinkstock


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