Wie Sie Ihre Kinder entspannt groß kriegen

Wollen Sie als Mutter auch immer alles im Griff haben? Machen Sie sich keinen Stress: Ihr Einfluss auf Ihre Kinder ist kleiner, als Sie denken.

Inka Schmeling

Noch nie hat sich eine Generation von Eltern so viele Gedanken um ihre Kinder gemacht wie wir. Alles wollen wir perfekt machen. Wir kutschieren die lieben Kleinen in Förderkurse und kaufen pädagogisch wertvolles Holzspielzeug. Die Wahl des richtigen Kindergartens und der Schule scheint uns überlebenswichtig. Wir zerbrechen uns den Kopf darüber, wo der Nachwuchs aufwachsen soll, ob wir ihn zu streng erziehen oder zu nachlässig, wo seine verborgenen Talente liegen und wie wir sie besser fördern können. Wir fühlen uns verantwortlich für seine Gesundheit, Persönlichkeit und sein Lebensglück. Wir glauben: Nur wenn wir perfekt sind, werden aus unseren Kindern perfekte Menschen. Lobenswert, aber genau das ist ein Fehler.

Tatsächlich schätzen Wissenschaftler, dass der Charakter eines Menschen höchstens zu zwei Prozent durch die Erziehung seiner Eltern bestimmt wird. Zum Großteil werden unsere Kinder nämlich von den Genen geprägt – und von Freunden, Lehrern und Nachbarn. Eltern spielen natürlich auch eine Rolle, aber den größten Einfluss üben wir dann auf unsere Kinder aus, wenn wir es gar nicht merken: wenn sie uns einfach Tag für Tag beim Leben zusehen. Der erfolgreichste Weg, Kinder zu glücklichen Erwachsenen heranzuziehen, ist schlicht, selbst glücklich zu sein. 

Buchtipp

"Erziehungsquatsch" von Inka Schmeling ist ein Plädoyer für entspanntes Elternsein - ein Muss für alle, denen der heutige Förderwahn auf die Nerven geht. Im Heyne-Verlag erschienen, kostet 12,99 Euro.


© Getty Images, Thinkstock | aus der "LAVIVA"-Ausgabe März 2012


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