Der gute Schuhmacher

Lesen Sie mehr vom fairen Schuhmacher, Deichmann! Und wie das Familienunternehmen in den Jahren gewachsen ist

Bei Deichmann gibt es seit 100 Jahren Schuhe, die sich jeder leisten kann. Und dafür wird niemand ausgebeutet, belogen oder betrogen.

Stattdessen setzt der Familienbetrieb auf traditionelle Werte - und auf Gott.

Er war der Erste, der den Kunden erlaubte, sich die Schuhe selbst aus dem Regal zu nehmen. Das war Mitte der Fünfzigerjahre absolut unüblich. Aber so konnte Heinz-Horst Deichmann die Preise für seine Schuhe senken. Günstige Markenware, die jeder bezahlen kann – das ist auch heute noch das Versprechen, mit dem sein Sohn Heinrich Deichmann uns in die Läden lockt. Und spätestens seit die Sugarbabes, Cindy Crawford oder aktuell Halle Berry nicht nur für Deichmann werben, sondern auch unter dem Label „5th Avenue“ an einer eigenen Schuhkollektion mitwirkten, ist bewiesen: Gutes Design muss nicht unbedingt die Welt kosten. Im Schnitt bekommt man ein Paar Deichmann-Schuhe für 20 Euro. Genauso viel hat der Konzern schon in den Sechzigern dafür genommen: 40 Mark nämlich. In Zeiten von Skandalen um Billig-Discounter und Horrorgeschichten über ausgebeutete Mitarbeiter fragt man sich da natürlich: Darf man überhaupt Schuhe kaufen, die so preiswert sind?

Hier kommen ein paar echt gute Argumente: Das Haus Deichmann sagt von sich selbst, das Unternehmen sei vom christlichen Menschenbild geprägt und fühle sich Menschen in Not verpflichtet. Ohne Gott läuft bei den Deichmännern gar nichts, und das bedeutet: Der Konzern nimmt es mit der Nächstenliebe wirklich wörtlich. Etwa 10 Millionen Euro fließen pro Jahr in Hilfsprojekte, Familie Deichmann hat das Hilfswerk „Wort und Tat“ gegründet, das in Indien, Tansania und Europa über 130 000 Menschen betreut.

Und auch die Mitarbeiter profitieren, denn der Firmengrundsatz lautet: Das Unternehmen muss den Menschen dienen. Es gibt übertarifliche Löhne, Sozialleistungen und einen Reservetopf für diejenigen, die kurzfristig in Not geraten. Anstatt viele billige 400-Euro-Kräfte zu beschäftigen, stellt Deichmann lieber fest an. Und die Aufnahme von Krediten oder ein riskanter Börsengang kommen für den Schuh-Clan auch nicht infrage. Klingt eigentlich zu schön um wahr zu sein, aber mit dieser Strategie wurde das Schuhhaus aus dem Ruhrpott zum größten europäischen Schuhkonzern und gewann gerade den Preis für das beste Familienunternehmen 2012. Wir dürfen also mit reinem Gewissen billig shoppen, und das fühlt sich ganz schön gut an.


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