Mealsharing
11
Sep

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Vegane Rezepte für einen Brunch mit Freunden

Mmmh, was liegt denn da beim Tischnachbarn auf dem Teller? Jetzt ist Stibitzen endlich erwünscht. Ob gefüllte Süßkartoffeln, Fladenbrote mit Kichererbsen oder veganer Käsekuchen mit Espresso – bei uns bedienen sich alle quer über den Tisch aus Schalen in der Mitte. "Shared Plates" heißt das Ganze. Wir sagen: Guten Appetit miteinander!

REZEPT: Gefüllte Süsskartoffeln auf mexikanische Art

In diesem Rezept werden drei verschiedene Arten von Süßkartoffeln verwendet: orange, violett und weiß. Die mexikanisch inspirierte, farbenfrohe Füllung passt aber auch sehr gut zu Tacos.

Zutaten (für 4 Portionen)

  • 2 kg Süßkartoffeln
  • 1 Maiskolben, gekocht
  • 1 rote Paprikaschote, gewürfelt 
  • 1 Avocado, in Scheiben geschnitten 
  • 15 g Korianderblüten
  • 250 g schwarze Bohnen (aus der Dose), abgetropft und gespült 

Zum Servieren

  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver 
  • 1 Tasse Tahini-Sauce
  • 1 Limette, halbiert

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen. 
  2. Die Süßkartoffeln leicht einritzen und im Ofen etwa 60 Minuten backen, bis sie durch sind. Sobald sie fertig sind, den Ofen ausschalten und dort weitere 10 Minuten ruhen lassen, bis sie weich sind.
  3. Die Süßkartoffeln der Länge nach halbieren.
  4. Die Maiskörner aus dem Kolben lösen und zusammen mit Paprika, Avocado, Koriander und schwarzen Bohnen auf den Süßkartoffelhälften verteilen. Mit Paprikapulver bestäuben und mit Tahini-Sauce (Rezept s.u.) und Limettenhälften servieren. 

Für die Tahini-Sauce 

  • 125 ml Milchersatz
  • 30 g Nährhefe
  • 2 EL Tahini
  • 1 TL Knoblauchpulver 
  • 1/2 TL Salz

Alle Zutaten in einem Mixer pürieren, bis das Ganze glatt und cremig ist. In einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. 

REZEPT: Fladenbrot mit Gewürz-Kichererbsen

Keine Zeit zu kochen? Kein Problem! Fladenbrot ist ein echter Allrounder: vielseitig belegbar, schnell zubereitet und perfekt zum Teilen. Wer die Quinoa-Variante nicht mag, greift einfach zu normalen Fladen aus Vollkornmehl. 

Zutaten (für 2 Fladenbrote)

  • 150 g weiße Quinoa
  • 1/2 TL Backpulver 

Für den Belag

  • 1 EL Pinienkerne
  • 1 Tasse Miso-Hummus
  • 1 1/2 Tassen Gewürz-Kichererbsen
  • 2 EL glatte Petersilie, grob gehackt

Für den Miso-Hummus

  • 1 1/2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Zitrone, Saft und Schale 
  • 250 g Kichererbsen (aus der Dose), abgetropft und gespült 
  • 1 El Miso
  • 1/4 TL Chilipulver
  • 60 ml Wasser 

Den gehackten Knoblauch in einem kleinen Schälchen mit Zitronensaft bedecken, während der Rest zubereitet wird. Die Zutaten im Mixer auf höchster Stufe pürieren, bis alles sehr glatt und cremig ist. Eventuell etwas mehr Wasser zugeben. Den gehackten Knoblauch mit dem Zitronensaft unterrühren. In einem luftdichten Behälter bis zu 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren. 

Für die Gewürz-Kichererbsen

  • 250 g Kichererbsen (aus der Dose), abgetropft und abgespült 
  • 1 1/2 TL Kokos-Aminos-Würzsauce, oder eine Mischung aus Tamari, Ahornsirup und Paprikapulver 
  • 2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1/2 TL Ingwerpulver
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Salz

Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Ein großes Blech mit Backpapier auslegen. Alle Zutaten in einer Schüssel gründlich vermischen. Auf dem Blech verteilen und 10 Minuten im Ofen backen. Aus dem Ofen nehmen, gründlich durchmischen, dann weitere 5 Minuten backen. Lässt sich in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren. 

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. 
  2. Für die Fladenbrote 2 große Bleche mit Backpapier auslegen. Die Quinoa unter laufendem Wasser gründlich spülen. Mit 375 ml Wasser und dem Backpulver in den Mixer geben. Den Teig auf höchster Stufe rühren, bis er ganz glatt ist. Dann den Teig kreisförmig auf die beiden Bleche streichen und im Ofen 20 Minuten backen.
  3. Eine Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen und darin die Pinienkerne leicht anrösten.
  4. Zum Servieren die beiden Fladenbrote mit Hummus bestreichen. Mit Kichererbsen, Petersilie und gerösteten Pinienkernen bestreuen. In Viertel schneiden und servieren.

REZEPT: "Käsekuchen" mit Espresso und Salz-Karamell

Platz für Nachtisch ist doch immer, oder? Vor allem wenn er auch noch munter macht!

Zutaten (für 12 Stücke)

Für den Boden

  • 155 g rohe Mandeln
  • 8 Medjool-Datteln, entkernt 

Für das Kaffee-Karamell

  • 10 Medjool-Datteln, entkernt
  • 60 ml Espresso
  • 1 EL Tahini
  • 1/4 TL Salz 
  • 1/4 TL Vanillepulver 

Für die Füllung

  • 460 g Cashewkerne
  • 135 ml Ahornsirup
  • 60 ml pflanzlicher Milchersatz (zum Beispiel Mandel- oder Reismilch)
  • 60 ml Espresso 
  • 1 TL Vanillepulver
  • 1 Prise Salz 

Zubereitung

  1. Fast kochendes Wasser über die 10 Datteln für das Karamell gießen und ziehen lassen. Die Cashewkerne ebenfalls mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen, während der Boden zubereitet wird. 
  2. Die Zutaten für den Boden in der Küchenmaschine verrühren, bis ein klebriger Teig entstanden ist. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform drücken. 
  3. Für die Füllung die Cashewkerne abgießen und spülen. Zusammen mit allen anderen Zutaten im Mixer auf höchster Stufe pürieren, bis das Ganze glatt und cremig ist. Auf dem Teig verteilen.
  4. Die Datteln abgießen und zusammen mit den anderen Zutaten für das Karamell im Mixer pürieren, bis alles glatt ist. 
  5. In gleichmäßigen Spiralen auf den Kuchen gießen, dabei mit Stäbchen Achten in den Guss malen.
  6. Mindestens 4 Stunden in der Gefriertruhe fest werden lassen. Vor dem Anschneiden 10–15 Minuten antauen lassen, dann servieren. 

Buchtipp

"Einfach Essen für die Seele" – das bietet das zweite Kochbuch der Bloggerin Harriet Birrell. Was als Idee während einer Tasmanien-Reise begann, wurde zu einer umfangreichen, stylishen Rezeptsammlung – von salzig über süß zu scharf oder mild. Das Schöne daran? Alle Rezepte sind pflanzenbasiert und regen zum Verzicht auf raffinierte Öle oder Industriezucker an. Denn nahrhafte und vor allem echte Mahlzeiten machen glücklich ­­– das zeigt die Australiern seit mehreren Jahren auf ihrem Blog Natural Harry.

"Australia – living & eating" ist für 32 Euro im Jan Thorbecke Verlag erschienen


AdobeStock/OlgaKlochanko; Jan Thorbecke Verlag/Nikole Ramsay