6 Tipps für perfekte Wimpern

Rund 200 Wimpern-Härchen geben unseren Augen einen zarten Rahmen, schützen und schmücken sie. Und was können wir für sie tun?

Angelika Brodde

Schöne Wimpern brauchen Pflege

"Eyliplex-2" von GoodSkinLabs, ca. 45 Euro

1. Schlau pflegen

Kennen Sie auch noch den "Tana"-Balsam aus Woll- und Bienenwachs, mit dem sich Mutti einst die Wimpern einrieb? Der Old-School-Klassiker (gibt’s z. B. bei Douglas) hat mächtig Konkurrenz bekommen .

● Den Startschuss für die zahlreichen "Lash"-Produkte (engl. für Wimper) gab "Lumigan", ein Augenmedikament, das die Wimpern stärker sprießen lässt. Wird in den USA unter "Latisse" als Wimpern-Booster vermarktet, hat in Deutschland aber keine Zulassung.
● Futter für die Wimpern-Haarwurzeln gibt’s aber rezeptfrei: Wimpern-Booster mit Stoffen wie Kreatin oder Rosskastanie werden aufgetragen wie ein Lidstrich

"Liftactiv Serum 10 Augen und Wimpern" von Vichy, ca. 32 Euro

● Bei guter Pflege wachsen Wimpern länger. Dabei helfen Ceramide, das sind bestimmte Fette in Mascaras (z. B. "Respectissime" von La Roche-Posay, ca. 16 Euro) und jetzt auch in einem neuen Augen- und Wimpernserum.
Produkt (s.o.) "Liftactiv Serum 10 Augen und Wimpern" von Vichy, ca. 32 Euro

 

2. Liebevoll reinigen

Die Haare rund um die Augen haben dieselben Vorlieben wie die auf dem Kopf: Sie wollen sanft von Staub, Schüppchen und Kosmetika befreit werden! Augen-Make-up-Entferner (z. B. „Quick & Clean Augenmake-up-Entferner“ von Bebe, ca. 4 Euro) schaffen alles weg, aber man kann auch ein pflegendes Öl (z. B. Jojobaöl) nehmen. Nicht zu wenig Reiniger bzw. Öl auf ein Wattepad geben, Auge schließen, ohne Druck über die Wimpern streichen. Nicht reiben und rubbeln, dadurch können die Härchen brechen.

 

3.  Richtig füttern

Man mag es kaum glauben, aber aus Sicht von Mutter Natur sind Haare nicht überlebenswichtig. Tzz! Fehlen dem Körper Nährstoffe, leiden die Haarfollikel als Erstes. Sie brauchen vor allem Zink, Selen und Eisen, um eifrig Nachwuchs zu produzieren. Wenn die Wimpern plötzlich spärlicher werden, könnte also der Hausarzt ins Spiel kommen. Ein Blutbild gibt Aufschluss über Mängel.

4. Trickreich tuschen

Wimperntusche ist unser Lieblings-Make-up-Tool: Rund 200 Millionen Euro geben wir Jahr für Jahr allein in Deutschland für Mascara aus. Weil man das Produkt nicht mit den Fingern berührt, hält es extrem lange – schließlich kommen so gut wie keine Bakterien in die Tusche. Entgegen einem häufig geäußerten Rat kann man die Tuschen also ruhig länger benutzen! Wie das Ergebnis aussieht, hängt nicht vom Preis ab, immer wieder schneiden günstige Produkte bei Tests gut ab. Eher wird es durch die Bürste bestimmt. 

● Bürste 1: Dichte, lange, weiche Mascara-Härchen bringen ein Maximum an Farbe an die Wimpern. Gut für eher dichte, aber kurze Wimpern, sie werden durch die Farbe etwas verlängert, ohne zu verkleben.
● Bürste 2: Asymmetrische Bürstchen sollen neben Farbe Schwung auf die Wimpern bringen, indem sie über dem äußeren Augenwinkel mit längeren Härchen mehr Farbe abgeben.  
● Bürste 3: Mascaras mit relativ wenigen kurzen Silikonborsten schützen vor Überdosierung. Gut für feine Wimpern, egal wie lang, weil so jedes Härchen seine Farbe abbekommt, ohne dass sich gleich sogenannte Fliegenbeine bilden: klumpige Stellen, an denen viele Härchen zusammenkleben.

 

 

5. Von Amerikanerinnen lernen

Wimpernzangen sind hierzulande etwas für Spezialisten – in den USA stecken sie in jeder Schminktasche. Make-up-Profis nutzen sie, um den Härchen einen kleinen Schwung nach oben zu geben und so auch kurze Wimpern voll in Szene zu setzen. Erst werden die Haare mit sanftem Druck  (oder Wärme, es gibt auch beheizbare Zangen – z. B. von Talika, ca. 30 Euro) geformt, dann getuscht, um die Härchen so wenig wie möglich leiden zu lassen.

"Layer Lash Primer" von Smashbox, ca. 17 Euro

6. Dick auftragen

Manchen wachsen an jedem Auge 250 lange Bambi-Wimpern, bei anderen sind es nur 150 Minihärchen. Die Natur ist gemein! Für Ausgleich sorgen Beauty-Tricks, die aus weniger mehr machen. Voilà:

● Wimperndauerwelle: Miniwatteröllchen sorgen am oberen Wimpernkranz für die gewünschte Biegung der Härchen, die dann mit speziellen Gels fixiert wird. Für kurze Wimpern, hält bis zu zwei Monate. Ab 15 Euro (z. B. in Friseursalons).
● Falsche Wimpern: Es gibt sie mit Strasssteinen, Federn, ultralang – und ganz diskret. Im Fachhandel zum Selbermachen (z. B. "Fancy Lashes" von Misslyn, ca. 8 Euro), oder in schicken Studios, wo Fachfrauen einzelne Haare unter der Lupe in den Wimpernkranz kleben. Hält einige Wochen, kostet bis zu 300 Euro (z. B. in Lash’it-Studios).
● Kosmetische Verlängerung: Eine "Base"-Mascara (z. B. "Layer Lash Primer" von Smashbox, ca. 17 Euro) verdickt die Härchen mit einem Mix aus Wasser und Wachs, der sich mit normaler Mascara übertuschen lässt. Alternative: Viskosefasern, die mit einer Flüssigkeit auf die Wimpern aufgebracht werden (z. B. "Lash Extender" von Talika, ca. 24 Euro).


© Fotolia; PR | aus der "LAVIVA"-Ausgabe Juli 2013


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